Denise Kirsch

Denise Kirsch beobachtet das Konsumverhalten anderer Menschen. Der automatisch stattfindende Genussmoment wird in ihren Bildern eingefangen, um sie dem Betrachter ins Bewusstsein zu bringen.

Sie beschäftigt sich inhaltlich mit Dingen oder Handlungen, welche bewusst bzw. unbewusst getätigt werden. Als Kind wurde sie von ihrer Mutter ermahnt „Lass deine Bonbon Papierchen nicht immer überall herumliegen“, doch später beobachtet sie, dass viele Menschen ihre Süßigkeitenpapiere achtlos liegen lassen (in der Bahn, im Park usw.).

Ihr Interesse verschiebt sich später auf die Verpackungen der früher dargestellten Inhalte. Das „Nebensächliche“, was aber doch so häufig zu beobachten ist, erweckt ihr Interesse.

Die Kombination aus Ordnung und Struktur einerseits und andererseits das Freigeistige von Intuition und Freiheit geprägt, zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Arbeit. Ihre Malerei besteht aus strukturierten, nach Vorlage dargestellten Elementen in Kombination mit intuitiv frei-malerisch gestalteten Elementen.

Die Öl Malerei als Medium hat sie schon immer fasziniert. Sie arbeitet mit Vorlagen, möchte diese aber nicht fotorealistisch abmalen. Es genügt ihr, eine grobe Struktur zu haben, an der sie sich orientieren kann; aber auch Proportionen, Farben oder Inhalte werden meistens geändert und neu interpretiert.